











Hier mal aus der Sicht eines gemeinen Teilnehmers (anonym, Anzahlung rechtzeitig bezahlt, üblicherweise anpassungsfähig) ein typischer Flugtag beim diesjährigen Herbstvereinsausflug.
Tagwache mitten in der Nacht schon um 08:00 Uhr, werde zum Duschen geschickt, Frühstück um 09:00 Uhr. Während ich schlaftrunken mein Frühstück runterwürge, wird schon Wettercheck und Für und Wider dieses oder jenes Fluggebietes diskutiert. Die Windprognose gibt den Ausschlag, daß der diktatorische guide St. Andres les Alpes für diesen Tag vorgibt. Gegebene Detailinfo`s vorneweg: Beim Start wird es mich mindestens 50 Meter senkrecht in die Luft beamen, aber drüber soll alles okay sein, bis auf den Landeplatz. Bei dem darf ich erst frühestens ab 18:00 Uhr einlanden, da mich sonst extreme Windscherrungen zu Boden zwingen werden. Klingt nicht schlecht, oder?
Wir starten pünktlich um 10:00 Uhr durch und fahren durch eine sehr schöne, abwechslungsreiche Landschaft; Apfelplantagen und Berge am Horizont säumen unseren Weg. Nach 2 Stunden Fahrt outen sich der driver (Präsi) und der guide (fritz in the sky), daß wir in die falsche Richtung gefahren sind und zwar ein St. Andres erreicht haben, aber eben nicht St. Andre les Alpes. Schuld ist die Landkarte, die falsch gekennzeichnet war. Für St. Andres (les Alpes) ist es nun heute zu spät, da es mindestens 3,5 Stunden entfernt ist. Macht nichts, denke ich, und denke an die nun mir bekannten Detailinfos. Als Alternativprogramm wird auf dem Rückweg ein neues Fluggebiet erkundet. Schaut nicht schlecht aus. Als wir endlich den Startplatz gefunden haben, rauschen thermische Ablösungen seitlich durch die Wälder. Macht nichts, sagt der guide, ich zeig euch wie`s geht und macht den Dummy. Was er uns vorführt ist auch nicht berauschend. Er zeigt ein Gehopse durch die Luft und landet 150 m tiefer, da der Landeplatz unerreichbar. Jacky will es ihm nachmachen, landet aber aus Soldarität auch beim guide ein.
Der neue Plan sieht St. Vincent vor. Das liegt zufällig in der Nähe, eine knappe halbe Stunde entfernt. Das kenne ich schon von vor 2 Tagen. Um 16:00 Uhr, kaum 6 Stunden on the way, erreichen wir den Startplatz. Und jetzt kann auch ich endlich fliegen, sogar mehrere Stunden. Ich lande auch on top ein und genieße das herrliche Panorama und fühle mich wie versprochen – frei wie ein Vogel. Emil kann sogar voll aufdrehen und kämpft mit den Segelfliegern um den Gipfelsieg. Unsere Gleitschirmcracks kämpfen wie immer mit dem Präsi um den Tagessieg. Sieg nach Punkten heute für die Gleitis. Gegen 20:00 Uhr sind endlich alle gelandet und auch der Präsi hat endlich seine Stangl eingepackt. Anschließend besuchen wir wieder das tolle Lokal oben am Berg und ich esse Ente mit Honig und Lavendelsoße. Schmeckt gar nicht so schlecht und auch ich fühle mich wie Gott in Frankreich. Endlich brechen wir halb trunken vom Tag und dem Rotwein auf. Der Präsi schafft die Strecke retour in der halben Zeit, da kaum Verkehr, und um 23:30 Uhr erreichen wir unser Mobile Home in Laragne. Den Rest des Abend habe ich laut guide jetzt frei.
Morgen werde ich wieder um 08:00 Uhr unerbittlich geweckt und muß wieder den ganzen Tag fahren, fliegen, essen, fahren……ein Kulturtag ist leider nicht in Sicht.
Fortsetzung folgt………………
DGFC Rottal – Inn e.V. (fritz in the sky, Dank an die dankbaren, genügsamen Teilnehmer)







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